Fallen – Kein Abgrund ist tief genug – Jane S. Wonda

“ AMELY
Ich half dem Fremden, weil ich glaubte, dass er meine Hilfe verdiente, und ignorierte dabei die blutroten Flecken auf seinem weißen Hemd. Jetzt steht er hier, in meinem Haus, und sieht aus wie jemand dem keine Frau vertrauen sollte. Sein Haar ist dunkel, sein Blick stürmt. Er strahlt Gewalt aus und nichts an ihm sollte mir gefallen. Ist es klug, seine Nähe zuzulassen, nach der ich mich schon jetzt verzehre? Und was wird geschehen, wenn ich mehr über ihn erfahre und feststellen muss, dass ich mit allen meinen Vermutungen richtig lag?

ER
Ich habe zahlreiche Feinde und sie wollen meinen Tod. Aber ich kenne weder ihre Namen noch ihre Gesichter. Wenn ich zurückdenke, sind da nur Schemen. Schemen eines Mordes, Schemen von Kämpfen und hartem Sex mit Frauen, die mir nie etwas bedeutet haben. Aber Amely ist anders. Ihr Lächeln ist das einzige Licht in all der Dunkelheit. Ich habe sie vor mir gewarnt, aber es ist zu leicht, sie zu verführen. Sie bekommt nicht einmal mit, wie ihr Leben immer mehr in Gefahr gerät. Denn eines ist verdammt klar: Die Vergangenheit holt einen immer ein und meine Zukunft endet tödlich. Die Frage ist nur, für wen.“

Diese Kurzbeschreibung steht ja eigentlich schon für sich. Ich durfte Fallen als Rezensionsexemplar lesen und habe mich tierisch darüber gefreut. Gerade weil Jane in sehr kurzer Zeit zu einer meiner liebsten Autorinnen geworden ist. Neben ihrer Herzlichkeit, Leute ihr müsst unbedingt ihre Stories auf Instagram verfolgen, besticht sie zunehmend mit einem der tollsten Schreibstile den ich je gelesen habe. Meine Vermutung ist ja immer noch, dass da irgendwelche Codewörter Synapsen im Hirn anregen und man dadurch die ganze Nacht durchlesen will. Ich kenne einfach kein Ende bei ihren Büchern. 😀

Und genauso ging es mir tatsächlich auch mit Fallen. Viel schlimmer war hier noch, dass ich gar nicht mehr wahrgenommen habe, wie lange ich gelesen hab und plötzlich war das Buch vorbei. Nachdem ich die Phase „Mein Leben hat keinen Sinn mehr“ überwunden hatte, habe ich Jane förmlich angebettelt Teil zwei weiterzuleiten… Ja ich bin nicht stolz drauf, aber ich schiebe alles auf diesen Schreibstil… 😛

Zu den Protas:

Amely wirkt wie die typische graue Maus, aber das ist sie eigentlich so gar nicht. Sie lässt sich von ihrem Umfeld in diese Rolle drücken und ist mit dieser Situation mehr als unglücklich. Da kommt ihr der fremde Mann am Strand natürlich genau richtig um sie abzulenken. Aber manchmal möchte man ihr zurufen, dass sie doch VERDAMMT NOCHMAL vorsichtiger sein sollte. Ich meine mein Gott, da ist ein FREMDER Mann mit BLUTFLECKEN auf dem Hemd…HALLO!? Ich war ganz kurz davor mein iPad anzubrüllen.. 😀 Aber ich bin froh, dass Amely mich nicht gehört hat, sonst hätten wir ganz schön was verpasst.
Wir nennen IHN jetzt einfach mal Noah. Noah ist ein sehr geheimnisvoller Mann. So geheimnisvoll, dass er selbst die meisten vergessen hat… Ok, der war schlecht.. Aber ganz falsch ist es nicht. Noah kann extrem gut zeichnen, hat die Reflexe eines Soldaten und das Auge eines Scharfschützen. Und er kann sich an keine dieser Eigenschaften erinnern. Bestimmte Schlüsselsituationen lösen bei ihm Flashbacks aus und er reagiert auf sie alle unterschiedlich. Außerdem hat Noah einen extrem trockenen Humor, was ihn für mich echt sympathisch macht. 🙂

Als Fazit kann man also sagen, dass diese Reihe nichts für schwache Nerven ist, man die „Wonda-typische“ Berg- und Talfahrt der Gefühle mitmacht und gar nicht so schnell lesen kann, wie es auch schon wieder vorbei ist. Ich war begeistert und kann euch diese Reihe nur empfehlen. Ein wirklich sehr gelungener Auftakt.

Daher gebe ich ganz klare 5 von 5 Federblüten! <3

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