Islandsommer – Kiri Johansson

„Sommerwohnung gesucht. Liebe gefunden?“

„Merit verliert nicht nur ihren Freund, sie braucht auch dringend eine neue Wohnung. Da kommt ihr das Angebot, den Sommer über ein Haus samt Kater zu hüten, gerade recht. Die Sache hat nur einen Haken: Das Haus steht in Reykjavik. Kurz entschlossen verlässt sie Berlin, um nach Island zu reisen. Von der Liebe will die talentierte Künstlerin nicht mehr wissen.
Kristján will das auch nicht, denn er hat mit einer anhänglichen Ex und den Dämonen seiner Vergangenheit genug zu tun. Doch nun wirbelt die neue Nachbarin aus Deutschland das ruhige Leben des ordnungsliebenden Piloten mit ihren eigenwilligen Ideen ziemlich durcheinander.“

Ich habe Islandsommer als Rezensionsexemplar zugeschickt bekommen. Danke Randomhouse!!! Das Buch kam mit ganz tollen Goodies an (hatte ich in meiner Story gezeigt) über die ich mich mega gefreut habe!

Außerdem hat mir der Verlag eventuell auch eine kleine Überraschung für euch mitgeschickt. 😛 Dazu aber in den nächsten Wochen mehr – beobachtet hierzu auch den Blog von Tinkerswelt. 🙂

Zuallererst muss ich ja gestehen, dass ich eine Schwäche für Island habe. Sie feiern Feen und Kobolde und haben eigens für diese eigene Plätze eingerichtet und was ich noch viel besser finde, sie gehen mit ihrem Land nicht um als wäre es selbstverständlich. Und genau diese Punkte stellt die Autorin in ihrem Buch in den Vordergrund. Wir müssen besser mit unserer Welt umgehen und die Isländer machen es uns in großem Stil vor! Allein schon für diese Erkenntnis, ist dieses Buch perfekt. Aber es kann auch mit seinen Erzählungen über Islands Natur punkten. Es ist als würde man selbst das Land erkunden und im Hirn wird sofort der Kinofilm abgespielt. Kiri Johansson kann wunderbar die Gegend beschreiben und hat ein Händchen dafür diese Bilder in den Kopf des Lesers zu pflanzen. Allerdings müssen sich ihre Figuren nicht verstecken. Merit hat mir sehr gut gefallen, mit ihrer fröhlichen unvoreingenommenen Art an die Dinge heranzugehen. Den Mut zu haben in einem fremden Land von vorn anzufangen und offen für fremde Gebräuche und Sitten zu sein. Besonders toll fand ich, dass sie im Laufe der Geschichte ihre künstlerische Ader wieder entdeckt und auslebt. Doch auch Kristján konnte mich überzeugen. Der vorher so machohafte Lebemann, merkt doch relativ schnell, dass es mit Merit anders ist. Was er zuerst nicht wahrhaben will, ist am Ende für ihn das größte Geschenk. An dieser Stelle möchte ich noch eine kleine Triggerwarnung aussprechen. Kristján wird kurzfristig etwas handgreiflich. Es passiert nichts Allzuschlimmes, doch ich kann mir gut vorstellen, dass es Jemanden der sowas leider schon einmal erleben musste, triggern kann. Daher finde ich es immer gut, wenn man hierzu gewarnt wird, anstatt es unvorbereitet zu lesen.

Alles in allem habe ich am Anfang etwas gebraucht um in die Geschichte reinzukommen, aber ab dem ersten Viertel lief es wie geschnitten Brot. 😀

Daher gebe ich Islandsommer von Kiri Johansson 4 von 5 Federblüten. 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.